Tot.
26.7.10 20:18


Eine Sternschnuppe zieht ihre Bahn über den Himmel. Fasziniert sehe ich ihr hinterher. Plötzlich macht sie einen Schlenker und fliegt direkt auf mich zu. Mitten in meine Hände. Sie tanzt in ihnen auf und ab. Ein wenig erinnert sie mich an Calzifer. Ich möchte sie an meine Brust drücken, mitten in mein Herz. Ich möchte, dass sie der kleine Funken Hoffnung ist, der weiter in meiner Brust lodert und irgendwann hoffentlich wieder das Feuer entfacht. Ich darf mir doch etwas wünschen, oder nicht?

~

1/5 ist geschafft. Ich muss zugeben, dass Böck der Bart wirklich steht. Es macht ihn attraktiv. Auf irgendeine Weise. Die Idee von dem Tattoo setzt sich in meinem Kopf fest. Füße und Handgelenk. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Füße sollen den Anfang machen. Ich hoffe immernoch auf den Japanischkurs. Ansonsten wird es Schwedisch. Ich muss mich mit Julian treffen. Seit ca. drei Monaten vertröste ich ihn wohl inzwischen. Wahrscheinlich habe ich insgeheim immernoch irgendwie Angst. Es tut mir leid, aber er ist geduldig. Dafür bin ich ihm dankbar. Auch wenn er es nicht weiß. Und ich muss die Karte schreiben.

14.7.10 00:19


Eine Stunde. Ich habe eine Stunde gebraucht um die Nachricht abzuschicken. Mein Herz klopft, als würde mein Leben davon abhängen. Ich habe Angst vor der Antwort. Und das obwohl es der einfachste Schritt von allen ist. Vielleicht, weil an ihm alles scheitern könnte.
6.7.10 22:40


Langsam fährt meine Hand über das Holz der Bank. Irgendwann bleibt sie stehen und ballt sich zu einer kleinen Faust. Ich strecke dir den kleinen Finger entgegen.
Nun hast du die Wahl.
6.7.10 16:44


"Es heißt es sind 5 Zentimeter pro Sekunde. Die Geschwindigkeit mit der Kirschblüten zu Boden fallen. Es sind angeblich 5 Zentimeter pro Sekunde.

~

"Wann habe ich es mir angewöhnt Nachrichten an niemanden zu schreiben?"

5.7.10 13:52


Ich überlege ihm zu schreiben. Eine Wahrheit aus drei Worten und einen Wunsch. Ich habe das Gefühl, als wäre ich ihm das schuldig. Allerdings frage ich mich ob fünf Worte wirklich ausreichen würden. Ob er verstehen würde. So wie in den Büchern, wo manchmal wenige Worte ausreichen und jeder versteht. Aber ich bezweifle, dass er es tun würde. Und im nächsten Moment verwerfe ich diese Idee wieder. Diese Idee, von der ich ein paar Minuten wirklich der festen Überzeugung war, dass es richtig wäre.

Ich sitze an dem kleinen Tisch in der Ecke. Vor mir die Bühne und die Menschenmenge. Und dann sehe ich diesen Junge. Er blickt sich suchend um. Als er entdeckt was er sich zu finden erhofft fangen seine Augen an zu leuchten. Das Lächeln auf seinem Gesicht wird immer breiter. Es ist ein Mädchen. Ich frage mich, wann ich zuletzt einen Menschen so straheln gesehen habe. Er beginnt ein Gespräch mit ihr und lächelt bei jedem Wort. Sie schaut ihn nicht ein einziges Mal an dabei. Ein paar Mal legt er ihr kurz den Arm um die Hüfte, während er sich vorbeugt um ihre Antworten zu hören. Ich kann seine Zuneigung für sie förmlich spüren. Sie erwidert es nicht. Irgendwann geht sie ihres Weges. Er bleibt alleine zurück und das Lächeln erlischt. Er sieht traurig und verloren aus. Ich frage mich, ob es ihr dieses Leuchten in seinen Augen jemals aufgefallen ist. Ich glaube nicht und bedaure es. In diesem Moment wäre ich für so ein Lächlen und Strahlen gestorben.

~

Der Plan für das Tattoo steht. Ich muss nur noch wissen an welche Stelle.

3.7.10 19:17


Er macht mir Angst mit seinen Worten. Wie er da saß, mit seinem Mundschutz, dem Röntgenbild und sich scheinbar ratlos am Kopf kratzte. Die Wurzeln hätten sich ungünstig um den Nerv gelegt. Es besteht die Gefahr, dass dieser reißt und alles für den Rest meines Lebens taub bleibt. Vielleicht malt er auch nur den Teufel an die Wand.
Als ich es ihr erzähle wird sie wütend und fängt an zu schreien. Sie packt die Brottüte und will sie in die Ecke schmeißen, überlegt sich es aber kurzfristig anders. Alles so, als ob es meine Schuld wäre. Dafür kann ich jedoch wirklich nichts. Und da schwankt sie, von Tränen zu einem wutverzerrtem Gesicht. Von unglaublicher Freundlichkeit zu eiskalter Schulter. Ich kann es ihr nicht Recht machen. Und in dieser Sache schon gar nicht. Das liegt nicht in meiner Hand.
Eigentlich ist es unglaublich lächerlich. So ein Theater. Nur wegen ein paar Zähnen.
28.6.10 20:27


Vielleicht solltest du mir das Buch doch schicken...
26.6.10 19:15


Blindfold

Ich bin blind. Um meine Augen wurde ein weißes Tuch gewickelt. Ich sehe mich dort sitzen, mit dieser weißen Augenbinde. Ich bin wohl blind geworden, auch für die Herzensstadt. Wer mir dieses Tuch umgebunden hat weiß ich nicht. Vielleicht war ich es selbst, weil ich mich ausschließen wollte. Von allem. Weil ich diese Trümmerlandschaft nicht mehr sehen konnte und wollte. Vielleicht war es aber auch jemand anderes. Fast fühle ich mich wie ein Kind, welches darauf wartet die Binde abnehmen und die Überraschung zu sehen zu dürfen.

Je länger ich über die Worte nachdenke, desto bohrender werden sie. Zuerst habe ich das Schlechte darin nicht gesehen. Doch jetzt stellt sich mir die Frage ob ich wirklich zu nichts anderem gut bin, als ausgenutzt zu werden. Ob das wirklich der erste Gedanke von Menschen, in Bezug auf mich, ist?

21.6.10 23:15


Diese Nacht war seltsam. Ein komischer Traum jagte den nächsten. Sie werden mir alle in Erinnerung bleiben. Doch einer besonders, denn er hat mich Tränen vergießen lassen. Eva stand vor mir. Mit ihrem typischen Lächlen. Ich bin auf sie zugelaufen, habe sie umarmt und schon begannen die Tränen zu laufen. Kurz darauf bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass sie echt waren. Mein Kopfkissen war nass von ihnen. Und mir wurde bewusst wie sehr sie mir fehlt. Ihre angenehme, ruhige Art die nie etwas gefordert hat. Der Brief, den sie  mir vor sechs Jahren geschrieben hat liegt auf meinem Schoß und treibt mir wieder die Tränen in die Augen. Sie fehlt mir. Sehr sogar, denn sie hat meine kleinen Gesten der Zuneigung erkannt. Ich hoffe es geht ihr gut.
16.6.10 17:18


Welch Ironie. Gerade heute sollten wir in Gesprächsführung eine Skalierung ausfüllen mit unserem Befinden. Wir sollten aufschreiben was passieren müsste, dass dieser Wert steigt oder sinkt. Als hätte ich es geahnt trat vor ein paar Stunden genau das ein, was ich als Grund für ein weiteres Sinken angegeben habe.
Sie hat mir die Freundschaft gekündigt. Und das nur, weil ich einmal wirklich zu hundert Prozent ehrlich war. Ich war ehrlich, bwohl ich wusste, dass soetwas passieren wird. Dass sie die Wahrheit nicht ertragen wird. Sie möchte, dass ich ehrlich bin, aber wenn ich ehrlich bin kündigt sie mir die Freundschaft. Ich war mir dessen bewusst, trotzdem hatte ich die Hoffnung es würde nicht eintreten. Und es kommt mir vor wie ein Spiel. Ein Spiel, welches sie schon mit anderen Leuten spielt. Das Warten darauf, dass man ihr hinterher rennt wie ein reudiger Hund. So wie es ihre anderen "Freunde" tun. Aber ich habe beschlossen das nicht zu tun. Ich will dieser Willkür nicht länger ausgesetzt sein. Ich werde ihren Erwartungen nicht gerecht, sagt sie. Deswegen würde sie das alles mit mir nicht mehr aushalten.
Und für einen kurzen Moment treibt mir auch dieses Ereignis eine weitere Nadel in mein Herz. Es ist wie eine kleine Bombe für die Herzensstadt. Es lässt mich an mir selbst und meiner Person zweifeln. Aber anscheinend gab es einen Grund, warum ich sie nicht mehr in dieser Herzenstadt gesehen habe. Schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Und mein Herz hatte Recht.
17.12.10 20:05


Es ist windig auf meinem Hügel. Noch immer blicke ich stumm auf die Ruinen der Herzensstadt, in der sich weiterhin niemand zeigt. Das Feuer in meiner Brust is zu einem kleinen Funken geworden. Es gibt so viele Menschen die Wut in mir wecken. Dem Schweizer möchte ich noch immer sein dummes Grinsen aus dem Gesicht schlagen und ein paar anderen würde ich gerne die Meinung sagen. Doch ich mache es nur stumm, ganz für  mich. Dann Frage ich mich ob er eigentlich immernoch hier liest. Und ich mache mir Sorgen um meinen Vater. Ich habe mir eine Decke mitgebracht. Sie ist blau und hat weiße Sterne darauf. Ich wickle mich fest darin ein und ziehe die Beine zum Oberkörper. Zum ersten Mal sehe ich die Regenbogentränen selbst, von denen der Träumer einmal sprach. Wie sie über meine Wangen laufen und schließlich auf meine Handflächen tropfen. Ich wünsche mir eine Schulter zum anlehnen, dort oben auf meinem Hügel, auf meiner Bank.

~

Photobucket

Wenigstens hat das hier meine Laune wieder etwas aufgeheitert. Ich will auch eine GD Badewanne.
<3

28.5.10 14:24


Herzensstadt

Die Stadt liegt in Trümmern. Meine Herzensstadt. Schon seit einige Tagen. Veilleicht auch schon seit Wochen oder Monaten, aber jetzt habe ich es endlich realisiert. Über den Trümmern erstreckt sich ein roter Himmel. Sie ist menschenleer, doch ich weiß, dass sich irgendwo da unten jemand versteckt hält. Jemand der die Herzensstadt wieder aufbauen und zum leuchten bringen wird.
Doch seit gestern hat sich das Szenario ein weiteres Mal geändert. Das Rot am Himmel ist der Abenddämmerung gewichen. Zartes Rosa, Lila übergehend in ein immer dunkler werdendes Blau an dem bereits die ersten Sterne zu sehen sind. Der Baum neben meiner Bank wurde zu einem rosa blühenden Kirschbaum, welcher immer in voller Blüte steht. Seine Krone erstreckt sich schützend über meinem Kopf und formt ein Dach, welches mich vor jedem Wetter schützt. An diesem Abend weht eine sanfte Brise. Ich habe die schwarze Kapuze auf dem Kopf und ein kleine Lächeln auf den Lippen. Auch wenn die Herzensstadt zerstört wurde, ich weiß, irgendwann wird sie wieder leuchten.

"Hier bin ich allein, und frei wie die am Himmel ziehenden Wolken."
22.5.10 20:51


Er war bei mir. Letzte Woche, vier Stunden. Und auch diese Woche haben wir unglaublich viel Zeit miteinander verbracht. Es tut gut und holt mich ein stückweit ins Leben zurück. Ich freue mich auf nächsten Mittwoch, wenn wir gemeinsam mit Tobi auf das Konzert fahren. Es wird gut werden. Und doch hallen die Worte des Schweizers in meinem Kopf wider und beschäftigen mich. Er sagt diese Dinge jedes Mal mit einem selbstsicheren Lächeln auf den Lippen.
7.5.10 13:50


Es ist ruhig um mich herum geworden. Sehr ruhig. Aber das ist gut so. Ich genieße es. Auch, wenn Stimmen laut werden ich würde mich verschließen und mein Herz ersticken. Ganz tot kann es jedoch noch nicht sein. Ich werde jedesmal nervös, wenn ich daran denke. Der Grund dafür ist ziemlich banal. Alex (ein Kommilitone) möchte mich Zuhause besuchen und mit mir zocken. Ich verstehe es selbst nicht. Vielleicht ist es die Tatsache, dass ich Menschen nicht gerne bei mir Zuhause habe oder, dass ich ihn noch nicht so gut kenne. Hm. Aber irgendwie freue ich mich auch darauf. Es ist seltsam. Vielleicht wird es mir sogar gut tun.
19.4.10 21:24


spill your guts
Ask me!
29.3.10 19:11


15 Tage. Kein Wort. Ich wusste es. Oder besser, ich habe es geahnt. Leere Worte. Vergessen. Und ein Versprechen an mich selbst.
25.3.10 19:28


"Dein Herz scheint sehr viel Platz zu beanspruchen. Ich meine damit, dass dein Herz so groß ist, dass du zu oft weich wirst. Es gibt zu viele Menschen die das ausnutzen.. Diese Menschen sind deine Geschichten.."

Die Worte des Träumers. Womöglich hat er recht. Es tut gut, dass er da ist, dass wir uns gegenseitig zuhören. Es lässt mich lächeln.

~

A. hat mir wieder geantwortet. Ich habe meinen Mut zusammen genommen und gefragt, ob wir nicht einmal wieder etwas am Wochenende unternehmen wollen. Er hat ja gesagt. Sie würden dieses Wochenende eventuell grillen. Ich freue mich darauf.

19.3.10 12:11


Die Wörter, jeder einzelne Buchstabe frisst sich gerade mitten in mein Herz. Ein Gefühl, als würden sie es verätzen. Selbstbetrug und Tränen in den Augen. Leider sehe ich keine Sturzbäche aus Farbe.
17.3.10 18:41


Anscheinend hat er mich nicht vergessen. Seltsamerweise hat mir die Nachricht in meinem Posteingang, für den Bruchteil einer Sekunde, die Tränen in die Augen getrieben. Die letzte Nachricht ist zwei Wochen her. Ich freue mich darüber. Er ist derzeit wieder sehr präsent in meinem Kopf. Alle sind es. Ich habe von ihm geträumt. Er hatte diesen traurigen Blick. Seine Augen werde ich glaube ich nie vergessen. Ich habe das Gefühl, als hätte mich sein Blick jedes Mal durchdrungen, als wäre ich ein offenes Buch für ihn gewesen. Selbst jetzt, wenn ich es mir nur in Erinnerung rufe. Er war einer der wenigen Menschen, denen ich in die Augen sehen konnte ohne mich sofort unwohl zu fühlen. Gerade bringt es mich zum Lächeln. Es tut gut. Besser, als das Gefühl das Herz würde einem zerbersten.

~

J. möchte sich entschuldigen. Er sagte das vor genau sechs Tagen.

16.3.10 19:49


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chaste & yvi