"Ich bin nicht der Typ für Freundschaften - ich pflege und hüte sie nicht."

Bedeutungsschwangere Worte. Vor allem von jemandem, den man selbst als Freund gesehen hat. Es macht mit einem Schlag alles zunichte an dem man noch festgehalten hat. Es sind die letzten kleinen Scherbensplitter die sich noch einmal den Weg zum Herzen bahnen. Aber der Schmerz dauert nicht mehr lange, jetzt nicht mehr.

3.3.10 00:05


Seit Tagen habe ich ein seltsames Kribbeln in der Magengegend. Angst, Anspannung, Vorfreude, Erwartung. Ich kann es nicht einordnen. Es ist eine Mischung aus allem und doch aus nichts. Es ist etwas komplett neues. Irgendwas scheint wohl in der Luft zu liegen. Veränderung. Jedoch dachte ich, dass diese bereits begonnen hätte. Seit ein paar Wochen ist doch nichts mehr wie gehabt. Auch wenn diese Erkenntnis nur an den Rändern meiner Gedanken schabt. Sie schafft es nicht bis zum Kern vorzudringen, es ist mir wohl nicht mehr wichtig. Vielleicht war es ein Verlust, vielleicht aber auch nur ein Abschied, vielleicht auch beides oder etwas völlig anderes. Ich weiß es nicht. Aber im Moment liegt mir auch nichts daran es zu wissen. Und auf der anderen Seite tut sich Neues auf. Erneut dieses Gefühl.
2.3.10 20:34


"Und welcher ist dein Stern?" fragte ich, in der Hoffnung er würde den Arm heben und in eine Richtung, auf einen bestimmten Punkt zeigen.
Doch er dachte gar nicht daran.
"Was bedeutet das schon? Wenn man fern der Heimat ist, hat man sie hier", sinnierte er und legte seine Hand auf die Brust, wo das Herz schlägt.

22.2.10 12:23


Es war wie ein Buch mit leeren Seiten, als ich es aufschlug. Eine Geschichte die erst noch geschrieben werden musste. Ich wusste ich würde so schnell kein zweites wie dieses finden. Es war einzigartig. Mir war, als würde sich eine Pforte zu einem Abenteuer öffnen, wie ich es noch nie erlebt hatte. Alles war anders als bisher, vollkommen neu und etwas besonderes. Ich fühlte die Anspannung und die innere Unruhe, aber auch die Freude und das Wohlgefühl. Bisher konnte ich nur einen kurzen Blick in diese neue Welt erhaschen. Das Buch wurde zugeschlagen. Doch ich hoffe ich werde eines Tages wieder dorthin entführt und sehe alle deren Wunder. Bis zu diesem Zeitpunkt werde ich es in meiner Erinnerung behalten. Versprochen.
22.2.10 00:54


Ihm sind die Fäden aus der Hand geglitten ohne, dass er es gemerkt hat. Er war der Puppenspieler der seine Marionette fest im Griff hatte. Die jeder seiner Bewegungen folgen musste. Jeder seiner Launen. Doch das gestern war der letzte Streich. Vom Spieler unbemerkt holte die Marionette eine kleine Schere aus ihrer Tasche und schnitt Faden für Faden durch. Sie wollte nicht weiter seinen Launen unterworfen sein, kehrte ihm den Rücken zu und verschwand am Horizont. Auf seine Rufe hörte sie nicht mehr.

~

Und gedanklich bin ich immernoch bei gestern Abend und dem Träumer. Dankeschön dafür.

20.2.10 19:03



 
 
It's empty in the valley of your heart
The sun, it rises slowly as you walk
Away from all the fears
And all the faults you've left behind
 
Die letzten Nächte waren ziemlich schlaflos. Zu viele Gedanken die mich jagten. Zu viele Szenen die vor meinem inneren Auge Gestalt angenommen haben. Allesamt seltsam und abwegig. Genau wie meine Träume, nachdem ich doch endlich eingeschlafen bin. Und ich fühle mich immernoch leer.
16.2.10 15:06


Auf einmal meldet M. sich wieder bei mir. Drei Abende in Folge. Gestern war es wirklich seltsam. Er hat über unsere Erlebnisse vor vier Jahren geschrieben. Wie schön diese Erinnerungen für ihn sind, dass ihm die Freundschaft so wichtig geworden ist, dass er froh ist das mit mir erlebt zu haben. Seltsam würde ich sagen. Wir haben uns seit über einem halben Jahr nicht mehr gesehen. Schreiben auch nicht wirklich miteinander. Alle paar Monate entscheidet er sich dazu mit mir zu reden. Ich nehme es halbherzig an, denn ich habe in Bezug auf ihn mit allem abgeschlossen. Von Freundschaft kann hier eigentlich keine Rede sein. Man kennt sich, aber wir sind meiner Meinung nach auch nichts weiter als Bekannte.
12.2.10 14:50


Die Welt vor meinem Fenster versinkt im Schnee und ich mit dazu. Von allen Seiten Dringen Worte an mich heran, die ich gar nicht hören möchte, die versuchen in meine Welt einzudringen. Unfreundliche Worte. Ich habe seit mittlerweile fünf Tagen das Haus nicht mehr verlassen. Stattdessen habe ich mich in meinem Zimmer verkrochen, bin in fremde Welten eingetaucht und habe meine darum herum gebildet. Ich habe mich vom Schnee begraben lassen und mir darunter eine kleine Höhle zurecht gemacht. Dort kann ich wenigstens ich sein. Ich bin glücklich, wenn ich alleine bin, aber einsam möchte ich trotzdem nicht sein. Vielleicht wird es Zeit wieder unter Menschen zu gehen.
11.2.10 17:09


Ein Herz und eine Hand voll Asche

Das Blatt hat sich gewendet. Es ist etwas zerbrochen und kann nicht mehr zusammengesetzt werden. Man hat sich einander den Rücken zugedreht und setzt seinen Weg nun in entgegengesetzte Richtung fort. Vielleicht blickt einer der Beiden irgendwann einmal zurück. Wer weiß das schon. Das ganze ist allein meine Sicht der Dinge und sie unterscheidet sich wohl gravierend von seiner. Aber so bin ich, auch wenn es nicht nachzuvollziehen ist. Es wird nicht mehr davon übrig bleiben, als das Schweigen und ein trauriger Blick.

"Und wenn der Regen aufhört ist alles was noch übrig ist ein Herz und eine Hand voll Asche, Licht das sich in Scherben bricht."


7.2.10 22:17


Gerade schießt es mir durch den Kopf, "Vernunft ist nichts, Gefühl ist alles." Im Moment ist es wirklich so. War alles nur ein jämmerlicher Versuch mich selbst zu belügen?
22.1.10 20:54


Erinnerungen

Durch einen Zufall bin ich wieder auf die Videos von ihnen gestoßen. Es weckt alte Erinnerungen. Auch, wenn ich nur relativ wenig Zeit mit ihnen verbracht habe. Im Februar letzten Jahres hatte alles begonnen und irgendwann im Juni nahm es ab und brach schließlich, bis auf ein paar gelegentliche Schriftwechsel, wieder ab. Vom jetzigen Zeitpunkt aus betrachtet ist es eigentlich wirklich schade. Ich würde die Zeit ohne zu zögern mittlerweile als eine der bisher besten betrachten.
Die erste Erinnerung. Das erste Mal, als ich allein zu ihm, A., gefahren bin und wie aufgeregt ich war. Wir haben uns an der Tankstelle getroffen, weil ich kaum noch Sprit hatte und er hat freundlicher Weise für mich getankt, da ich den Führerschein und das Auto erst seit relativ kurzer Zeit besaß. Und dann die Umarmung. Ich bin noch nie so schnell irgendwo akzeptiert worden wie von ihm und den Anderen. Dann das erste Mal in seiner Wohnung, wo er Essen für uns beide gekocht hat. Es war wunderbar, er und seine seltsame Art von Humor. Ich weiß noch, das war seit langem einmal wieder ein Moment, der mich vollkommen ausgefüllt und glücklich gemacht hat.
Die zweite Erinnerung. Er, Bö., Bä., ich und Je. auf dem Weg in die Therme. Ich weiß noch, dass ich hier ähnlich aufgeregt war, wenn nicht sogar mehr. Als einziges Mädchen. Er fragt mich warum ich solche roten Flecken am Hals habe. Ich sage das läge an der Aufregung. Sprung. Er und Bö. umarmen mich beide und sagen mir, dass ich keine Angst davor haben muss alleine zu sein, sie seien immer für mich da. Ich glaube ihnen, auch jetzt noch, obwohl der Kontakt sehr zurück gegangen ist. Es lag an mir und nicht an ihnen. Ich habe mich wieder einmal distanziert, wie so oft. Sprung. Er sagt mir, dass ich auf mein Herz hören und glücklich werden soll. Sprung. Er nimmt mich an der Hand, ich löse sie nach einigen Sekunden wieder zögerlich.
Die dritte Erinnerung. Die paar Nächte die ich zusammen mit Bö. auf A.s Couchen verbracht habe waren wertvoll für mich. Einmal haben wir Sonntagfrüh das Sonntagsmärchen angeschaut. Es war der gestiefelte Kater. Sprung. Die eine Nacht an dem wir zu viert auf dem Spielplatz waren und ich  mir den Kopf am Klettergerüst gestoßen hatte. Danach hat er mir bei sich zu Hause eine Wärmflasche und eine Tasse Kakao gemacht.
Die vierte und vorerst letzte Erinnerung. Er, Bö., Bä. und ich sind zu dem Hof gefahren den Jo. zusammen mit seiner Freundin für ein Wochenende gemietet hatte. Im Auto habe ich ihm den Schokobadezusatz geschenkt den er unbedingt wollte, weil er doch so gerne badet. Wir haben Feuerholz für ein Lagerfeuer geholt und sind schließlich alle drum rum gesessen. Die Stimmung war allgemein etwas gedrückt, weder ich noch er waren wirklich gut drauf. Es war ziemlich kalt, trotzdem haben sie vorgeschlagen irgendwann in Unterwäsche um das Lagerfeuer zu tanzen. Die Fotos würde ich heute noch zu gerne sehen. Sprung. Zu sechst in einer viel zu kleinen Badewanne um sich aufzuwärmen und den Schokobadezusatz auszuprobieren. Das Bad wurde regelrecht geflutet. So viel Lachen. Sprung. Danach wurde noch einen Abstecher in eine Bar gemacht. Ich bin dort schon fast eingeschlafen. Sprung. Bei ihm zu Hause, sie wollen noch einen Film schauen. Sprung. Die Nacht in seinem Bett. Ich glaube ich werde sie nie vergessen. Obwohl ich davor noch so müde war konnte ich, kaum lag ich darin, nicht mehr schlafen. Sprung. Ich wache auf, weil die Sonne mein Bein anstrahlt, dass die Wärme unerträglich wird. Ich drehe mich zur Seite und schaue ihn an. Irgendwann wacht er auf, wir reden über unsere alte Kinderbettwäsche und schlafen beide wieder ein. Nach geraumer Zeit wache ich wieder auf, schleiche mich aus dem Bett und setze mich zu Bö. auf den Balkon.

Ja, ich würde diese Monate wirklich zu den besten zählen. Es fehlt mir. Sie fehlen mir. Die Leichtigkeit fehlt mir.

20.1.10 23:19


Origamischwan

Der kleine Origamischwan aus buntem Papier steht auf meinem Tisch. Er ist in einem kleinen, durchsichtigen runden Plastikbehälter auf dem Boden festgeklebt. Auf den Deckel dieses Behälters sind zwei Zeilen gedruckt. "Ich bringe dir Glück. Jede Sekunde soll ein kleines Geschenk für dich sein." Er wollte mir diesem kleinen Schwan eine Freude machen. Das Ironische an der Sache jedoch ist, dass dieser, seitdem er als Päckchen zu mir nach Hause kam, nicht wirklich Glück gebracht hat. Eher das Gegenteil. Schon am ersten Tag, als dieser auf meinem Schreibtisch stand haben wir angefangen uns zum ersten Mal zu streiten. Und dadurch wurde alles anders, als es bisher war und hat nie wieder zurück zum Ausgangspunkt gefunden.

~

Ich wusste ich hätte auf die Frage mit "nein" antworten sollen. Stattdessen sage ich ja, obwohl ich es eigentlich nicht sehen will. Kaum baut sich die Seite auf überkommt mich ein komisches Gefühl. Wahrscheinlich, weil ich dieses Gesicht nicht mehr sehen möchte. Vielmehr nicht mehr sehen kann. Zumindest im Moment. Es läuft immer auf dasselbe hinaus. Ich werde auch eine komische Art und Weise traurig, anders als bisher.
Es lässt mich zweifeln und mich selbst nicht mehr verstehen. Und ich frage mich, warum konnte er bei mir nicht lachen?

17.1.10 12:00


Ich fühle mich, als würde kein Herz mehr in mir schlagen. Absolut leer. Alles zieht an mir vorbei und ich stehe mittendrin ohne wirklich zu registrieren was eigentlich vor sich geht. In manchen Augenblicken wird alles, dem ich vorher noch große Bedeutung zugemessen habe, seltsam banal. Dann stehe ich einmal mehr auf der Schwelle zum Wunderland und genieße den Fall.
14.1.10 21:44


In den letzten Tagen bist du mir seltsam fremd geworden.
8.1.10 13:51


I really need my meeting with the

lovely in.coma ♡ Photobucket
i´m so happy we did become such good friends
even if we don´t see each other everyday like
before when we were in the same class.
i hope someday even our children will become
good friends as we are.

Dorni hat mir den gestrigen Tag sehr durch diesen Eintrag versüßt. Ich bin ebenfalls einfach so froh, dass wir in den drei Jahren, die wir in einer Klasse waren, so gute Freunde geworden sind und selbst jetzt den Kontakt noch halten. Das ist meiner Erfahrung nach ja eher selten der Fall. Aber zwischen uns ist es einfach anders und das macht mich unglaublich glücklich. Da bleibt mir nur noch zu sagen "She´s the best, fuck the rest."

5.1.10 14:46


Ich denke stets an dich,
ganz gleich, wo du auch bist.

Wir beten, dass all die Sorgen schwinden,
und hoffen, dass unsere Herzen verschmelzen.
Nun schreite ich voran,
um diesen einen Traum zu verwirklichen.

Aber wer weiß...?
Vielleicht ist es nicht so schwer,
eine neue Reise anzutreten -
oder hat sie gar schon begonnen?

1.1.10 18:46


Ich bin süchtig nach dem Hoffnungslosen.
23.12.09 18:06


Voraussichtlich 3 Monate und genau 418 Kilometer.

Das Kleinstadtmädchen wartet auf den Großstadtprinzen.

22.12.09 12:10


Warum mir gerade die Tränen in die Augen steigen, als ich dein Foto sehe weiß ich nicht. Es ist wohl einfach zu viel für mein Herz und für meinen Kopf. Dieser Stich in meinem Herzen, er schmerzt noch immer. So heftig war es schon lange nicht mehr. Aber vielleicht ist es genau das was ich brauche um zu merken, dass ich mir manche Dinge nicht ausreden kann. Ich weiß es nicht. Und ich frage mich, wann mir alles über den Kopf wachsen wird.

"Gefühle so töricht, aber liebenswert."


20.12.09 23:23


Ich denke zurück. Ich weiß nicht, wieso diese Erinnerung auf einmal wieder vor mein inneres Auge dringt. Da waren wir, auf dieser Wiese abseits der Party. Wir wollten uns unter dem Sternenhimmel schlafen legen. Ich weiß noch wie groß und nah der Mond schien. Mir war kalt, er hast mich zugedeckt und irgendwann sind wir eingeschlafen. Wie oft habe ich mir gewünscht soetwas nocheinmal mit einer Person zu erleben. Heute weiß ich, ich hätte dieses Situation gerne mit einer anderen Person erlebt. Er war falsch. Damals nicht, aber jetzt schon. Und trotzdem denke ich ab und zu noch an ihn. Seltsam nicht?

~

Während Autofahrten schweifen meine Gedanken derzeit immer weiter ab. Ich nehme alles nur noch nebenbei wahr. Dort sitze ich wieder auf der Bank, die verschneite Welt zu meinen Füßen. Ich sehe mir die Lichter an und es beginnt wieder sanft zu schneien. Es gefällt mir dort. Und neben mir sitzt erneut eine Person. Doch diesmal ist es anders. Sie ist nicht definiert. Dort könnte jeder sitzen und mir Gesellschaft leisten. Ich würde mich freuen, würde es doch einfach wahr werden.

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"Ich habe überlegt, was es für mich bedeutet im Herzen glücklich zu sein."

 


14.12.09 23:28


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chaste & yvi