Blindfold

Ich bin blind. Um meine Augen wurde ein weißes Tuch gewickelt. Ich sehe mich dort sitzen, mit dieser weißen Augenbinde. Ich bin wohl blind geworden, auch für die Herzensstadt. Wer mir dieses Tuch umgebunden hat weiß ich nicht. Vielleicht war ich es selbst, weil ich mich ausschließen wollte. Von allem. Weil ich diese Trümmerlandschaft nicht mehr sehen konnte und wollte. Vielleicht war es aber auch jemand anderes. Fast fühle ich mich wie ein Kind, welches darauf wartet die Binde abnehmen und die Überraschung zu sehen zu dürfen.

Je länger ich über die Worte nachdenke, desto bohrender werden sie. Zuerst habe ich das Schlechte darin nicht gesehen. Doch jetzt stellt sich mir die Frage ob ich wirklich zu nichts anderem gut bin, als ausgenutzt zu werden. Ob das wirklich der erste Gedanke von Menschen, in Bezug auf mich, ist?

21.6.10 23:15
 


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Linus / Website (21.6.10 23:55)
Ich wollte dich nie ausnutzen. Deswegen gab es am Anfang auch die Warnung. Ich wollte dir nie weh tun, weil ich in dir einfach etwas gesehen habe, was mich zurückschrecken ließ. Ich habe gemerkt, dass du selber innerlich sehr verletzt bist. Noch heute.

Comamädchen, du bist mir wichtig und deshalb möchte ich dir ehrlich gegenüber sein und dir alles erklären. Zur Zeit ist es ein wenig viel für meinen Kopf, für mich, aber ich gebe mir Mühe. Ich glaube, das ist es wert.

Ich mag uns beide eines Tages auf dieser Bank sehen. Mit einem Lächeln und ohne Augenbinde.

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chaste & yvi