Ich überlege ihm zu schreiben. Eine Wahrheit aus drei Worten und einen Wunsch. Ich habe das Gefühl, als wäre ich ihm das schuldig. Allerdings frage ich mich ob fünf Worte wirklich ausreichen würden. Ob er verstehen würde. So wie in den Büchern, wo manchmal wenige Worte ausreichen und jeder versteht. Aber ich bezweifle, dass er es tun würde. Und im nächsten Moment verwerfe ich diese Idee wieder. Diese Idee, von der ich ein paar Minuten wirklich der festen Überzeugung war, dass es richtig wäre.

Ich sitze an dem kleinen Tisch in der Ecke. Vor mir die Bühne und die Menschenmenge. Und dann sehe ich diesen Junge. Er blickt sich suchend um. Als er entdeckt was er sich zu finden erhofft fangen seine Augen an zu leuchten. Das Lächeln auf seinem Gesicht wird immer breiter. Es ist ein Mädchen. Ich frage mich, wann ich zuletzt einen Menschen so straheln gesehen habe. Er beginnt ein Gespräch mit ihr und lächelt bei jedem Wort. Sie schaut ihn nicht ein einziges Mal an dabei. Ein paar Mal legt er ihr kurz den Arm um die Hüfte, während er sich vorbeugt um ihre Antworten zu hören. Ich kann seine Zuneigung für sie förmlich spüren. Sie erwidert es nicht. Irgendwann geht sie ihres Weges. Er bleibt alleine zurück und das Lächeln erlischt. Er sieht traurig und verloren aus. Ich frage mich, ob es ihr dieses Leuchten in seinen Augen jemals aufgefallen ist. Ich glaube nicht und bedaure es. In diesem Moment wäre ich für so ein Lächlen und Strahlen gestorben.

~

Der Plan für das Tattoo steht. Ich muss nur noch wissen an welche Stelle.

3.7.10 19:17
 


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